May 11, 2021

Rezension: Raubtierstadt

Eckdaten

Titel: Raubtierstadt
Autor: Bernhard Stäber
Seitenzahl: 372
Verlag: Acabus
ISBN: 9783862826506
Meine Bewertung:
★★★★☆

 

Inhalt: Eigentlich ist die junge Samin Sara nach Norwegen gekommen, um den Mord an ihrem Bruder aufzuklären, da sie nicht an einen Unfall glaubt. In Oslo lernt sie Geir kennen, einen jungen Künstler, der ihr ein Zimmer in seiner WG anbietet. Geir und Sara entdecken das gemeinsame Interesse für die Nordische Mythologie, doch bald wird klar, dass Geir in eine mysteriöse Geschichte um ein altes Wikinger-Artefakt verwickelt ist. Als er bei einem Einbruch getötet wird, wird Sara immer tiefer in die Geschichte hineingezogen.

 

"Raubtierstadt" ist ein spannender Thriller, der seinen Hintergrund in der Nordischen Mythologie findet. Da ich mich selbst für diverse Mythologien interessiere, hat mich das sofort angesprochen. Außerdem stammt Sara aus dem Volk der Samen, das am Polarkreis lebt, und man erfährt auch etwas über das besondere, naturverbundene Leben dieser Menschen. Sara war ein interessanter Hauptcharakter, man erlebt die Geschichte in der Ich-Perspektive durch ihre Augen und ist live dabei, wenn sich nach und nach die Puzzleteile zusammenfügen. Saras neue Mitbewohner sind sehr verschieden, aber besonders Vidar konnte ich mir gut vorstellen und mochte ich sehr.

Die Geschichte um das Wikinger-Artefakt wird nach und nach klarer, aber bis ganz zum Schluss weiß man nicht, wer wirklich hinter dem Mord an Geir steckt und warum. Der Spannungsbogen hat sich gut aufgebaut, bis es am Ende zum Showdown kommt. Das Buch ist abgeschlossen und kommt zu einem, wie ich fand, passenden Ende. Der Titel "Raubtierstadt" wird außerdem mehrmals aufgegriffen, was mir sehr gefallen hat. Ob Sara es auch schafft, Licht ins Dunkel um den Mord an ihrem Bruder zu bringen, verrate ich natürlich nicht!

Der Schreibstil ist locker und flüssig, und bis auf kleinere Längen passieren immer genug Sachen, die die Handlung vorantreiben. Ich habe wenig Vorerfahrung in diesem Genre und war positiv überrascht von dem Buch.

Ich würde "Raubtierstadt" für Thrillerfans empfehlen, vor allem denjenigen, die Lust auf einen außergewöhnlichen, mythologischen Hintergrund haben.

Danke an die Bedey & Thoms Media und den Acabus Verlag für den Hinweis auf das kostenlose Ebook!

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